Behandlungen

Das Venenstripping

Das Prinzip dieses Verfahrens wird seit über 100 Jahren angewendet, um die Krampfader von der Leiste bis in den Unterschenkel, oder von der Kniekehle bis zum Außenknöchel zu entfernen:

  • Über einen kleinen Schnitt in der Leiste oder in der Kniekehle wird die Vene freigelegt und von allen zuführenden Venen abgetrennt.
  • Dann wird eine Sonde in die Krampfader eingeführt und anschließend mitsamt der Vene herausgezogen.
  • Kleinere Seitastkrampfadern werden während der gleichen Operation in minichirurgischer Technik entfernt. Die dazu erforderlichen Hautschnitte sind nur wenige Millimeter groß.

Die Operation wird in den allermeisten Fällen unter Vollnarkose ambulant ausgeführt. Der Patient schläft sich nach der Operation aus, nach dem Erwachen übt eine Schwester das Laufen mit einem verbundenen Bein. Danach kann der Patient nach Hause gehen.

Zunächst ist das Laufen durch den Verband etwas unbequemer. Dieser wird aber bereits am nächsten Tag durch einen Kompressionsstrumpf ersetzt, sodass diese Unannehmlichkeit relativ schnell beseitigt ist. Der Kompressionsstrumpf muss etwa 3 Wochen getragen werden.

Eine Krankschreibung dauert meist 10 bis 14 Tage. Sport und Reisen sind nach 3 bis 4 Wochen möglich.

Laserbehandlung

Bei der endovenösen Behandlung (ELVT = Endovascular Laser Vein Treatment) wird die Krampfader von innen verödet. Über einen kleinen Schnitt wird die Laserfaser in die Vene eingeführt und unter Ultraschallkontrolle platziert. Laserlicht erhitzt das Blut und die Venenwand. Ein verdünntes Betäubungsmittel wird rund um die Venenwand eingespritzt, um eine Schädigung des umliegenden Gewebes durch die Hitze zu vermeiden. Beim Zurückziehen der Laserfaser wird die Krampfader von innen verschlossen. Es entstehen keine Narben.

Häufig treten Blutergüsse auf, manchmal auch postoperative Schmerzen. Diese Operation wird meist in Vollnarkose durchgeführt.

Der Kompressionsstrumpf muss eine Woche getragen werden.

Die Arbeitsunfähigkeit beträgt ungefähr eine Woche. Sport und Reisen sind nach ca. 2 Wochen möglich.

Hinweis: Die Kosten für die Laserbehandlung werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Radiowellentherapie

Bei der bipolaren Radiofrequenz-induzierten Thermotherapie (RFITT oder Celon-Methode) werden die Venenwände mit einem dünnen Applikator (Katheter), an dessen Spitze Radiofrequenzenergie fließt, von innen schonend auf ca. 80 °C erhitzt. Der Applikator wird über eine Punktion oder einen kleinen Schnitt in die Vene eingeführt und unter Ultraschallkontrolle platziert. Beim Zurückziehen der Sonde wird die Krampfader durch die Radiofrequenzenergie verschlossen. Die so behandelte Vene bleibt im Körper, ist aber verschlossen.

Im Vergleich zu den beiden anderen Verfahren ist diese minimal invasive Operation besonders schonend. Es bleiben weder Narben zurück, noch entstehen Blutergüsse. Schmerzen treten selten auf.

Diese Operation kann in Vollnarkose oder einem kleinen Dämmerschlaf durchgeführt werden. Unser Narkosearzt berät Sie ausführlich zu dieser Thematik. Nach der Behandlung sollte der Kompressionsstrumpf 1 Woche getragen werden. Sie sind nach 5 bis 7 Tagen wieder arbeitsfähig. Sport und Reisen sind nach 10-14Tagen möglich.

Hinweis: Die Kosten für diese Therapie werden nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

  • Praxisklinik am Tauentzien

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